Fangen wir mal langsam an und drehen die Zeitschraube ein wenig zurück.
Anfang des 19. Jahrhunderts war die klassische Mann/Frau Rollenverteilung noch ganz klar gelöst.
Spätestens mit Anfang 20 wurde geheiratet, jedenfalls 80-90% die sich nicht ganz so dusselig angestellt haben, und danach kamen gleich Kinder(3-15 Stück), der Mann ging schön auf die Arbeit und brachte mit mehr und manchmal weniger Erfolg Geld nach Hause, bzw. hat sich in den Kriegsjahren erschießen lassen.
Die Frau hat fein daheim den Haushalt gemacht, den Garten bestellt und die Kinder versorgt.
Alles war klar und gut strukturiert.
Mitte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts, dachten sich plötzlich die Weibsbilder(früher durfte Mann das noch sagen!*g*), sie müssten eine gesellschaftliche Rolle spielen und Emanzipation wurde plötzlich laut durch die Gegend gegackert !
Alles schön und gut, heute ist es so das Mann – Frau eigentlich bis auf ein paar Bereiche, z.B. im Stehen pinkeln, gleich gestellt sind. Wobei man als Mann mittlerweile diskriminiert wird, und zum Sitzpinkler schon von Kindesbeinen erzogen wird.
Aber diese Unsitte lassen wir jetzt mal außer acht.
Es hat auf alle Fälle durch diese ganzen Veränderungen der Geschichte das Verhältnis zwischen Mann und Frau gekippt, ist ja nicht weiter schlimm.
So nun kommt es aber, nicht nur der Standpunkt Frau hat sich dadurch geändert, nein auch der Standpunkt Mann ist deutlich verschoben worden.
Was erst in den letzten Jahrenzehnten in unserer Gesellschaft extrem bemerkt wird.
Es gibt plötzlich den modernen Mann !
Was ist das nur zur Hölle?
Wir machen es mal Anhand einer Aufzählung:
Der moderne Mann:
- kann kochen
- kann spülen
- kann putzen
- schminkt sich oder benutzt Peeling, Parfüm, Gel, Seife o.ä.
- kann für sich selbst Schlüpper(von Retro-Shorts bis Tanga’s) und Kleidung kaufen(shoppen auch genannt)
- kann mehr Zeit im Bad verbringen als manch eine Frau
- hat nach der Ganzkörperrasur das Siphon verstopft, weil ALLE Haare weg sind !!!
- nimmt sich auch mal einen Wellness-Urlaub
- geht unter den Assi-Toaster(Solarium)
- bügeln, Wäsche waschen, usw. kann er auch meist
Also könnte man(n) fast von ausgehen das Frau überflüssig geworden wäre.
Ähm STOP, nicht ganz so schnell, da haben wir die Rechnung ohne unseren geliebten Sexualtrieb gemacht (bei manchen ist der auch … sagen wir anders, die brauchen auch dafür keine Frau mehr!) und ohne die “böse” LIEBE, Fortpflanzung natürlich auch.
Diese 2-3 Punkte sind die letzten Bastionen die uns, Männer, daran hindern komplett selbstständig zu sein.
Aber ist ja auch nicht schlimm, Sex und Liebe tut ja nicht weh, naja nicht oft, halt ab und zu, naja gut, tut schon weh.
Kann aber auch toll sein! Manchmal.
Um nicht vom Thema abzuweichen, was bei Sex äußert schnell geht *hihi*, der moderne Mann ist eigentlich fast so wie es sich eine Frau wünscht:
- sauber
- kann sich selbst verpflegen
- kann ihr helfen im Haushalt usw.
Aber aber, liebe Damen ihr seid noch nicht ganz richtig? Ihr habt einen Punkt vergessen, wir Männer können in einer festen Beziehung über Jahre erlerntes Wissen, innerhalb von Tagen, ach was sage ich, Stunden vergessen !
Um es auf den Punkt zu bringen, wenn wir plötzlich merken das wir bedient werden, und wir von eurem Essen doch nicht vergiftet werden, wie es unsere Oma beigebracht hat (Ich Zitiere:”Die jungen Dinger können doch alle nicht kochen!”), hat sich das “moderne-Mann-Blatt” sehr schnell wieder gewendet und wir fallen in alte prähistorischen Verhaltensmuster zurück, ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Ihr wollt doch immer das starke und schlaue Geschlecht sein, beweist es gefälligst auch. Nicht anschreien, rumzicken und -meckern sondern zeigt es uns, führt uns an der Hand.
Es geht auch anders, ein Hund bekommt z.B. ein Leckerli wenn er brav „Sitz“ gemacht hat, gebt uns nach dem Müll raus bringen einen Blowjob
) War Spaß! Oder?
*hihi* Nein mal ein wenig im Ernst, nicht zicken, zicken löst bei uns einen ungewollten Reflex aus: Da baut sich im Mann plötzlich die chronische Unlust auf, und Mann braucht mindesten 1 Bier und 1 Freund.
Wenn ihr wollt das das klappt, Mann-Haushalt-Frau, welches eine sehr komplexe Dreierbeziehung ist, dann erklärt es uns!
Aber nicht durch die Blume, wird sind Männer, keine Vollspastis, und Frauenzeichen verstehen wir auch nicht, das verstehen nur Frauen.
Einfach mit ruhiger klarer Sprache! Das geht, versucht es! Es sei denn ihr wollt es nicht anders, dann bedient uns!
In manchen Fällen kann ich aber auch verstehen das Mann nicht unbedingt nach einem 10 Stunden Tag dann noch großartig im Haushalt helfen mag.
Und nein ich sehe Hausfrau/Hauswirtschafterin nicht als eine Teilzeitjob oder ähnliches an, mir ist bewust das das in Verbindung mit Kindern ein Full-Time-Job ist.
Aber verdammter Mist, können wir nicht endlich mal nach Jahrmillionen von Evolution, uns ganz normal darüber unterhalten und beider Seiten nachgeben, wir Männer schaffen es doch auch alleine unseren Single-Haushalt zu meistern, warum dann nicht in einem Haushalt mit einer Frau, außer ein paar Prachtexemplare der Gattung Mann (Baumeister Bob,Tim Taylor …)!
Um jetzt endlich mal zum Ende zu kommen, nehmt einfach auf einander ein wenig mehr Rücksicht denkt an euren Mann der de ganze Tag vielleicht am Bau gebuckelt hat (oder auf der Nachbarin), und wir Männer werden versuchen euch mehr zu unterstützen. *Dschagga*
Ich persönlich zähle mich in manchen Punkten schon zu der Gattung „moderner Mann“, aber es darf eins nie vergessen werden, wir bleiben Männer!
Frei nach dem Motto sind wir Männer oder Mäuse ?
Antwort: Mäuse aber ganz Harte!
Aber welche Frau will schon wirklich einen Weichspüler daheim auf der Couch sitzen haben?
Ich denke es ist wichtig das ein gesundes Maß besteht, also sowohl Haushalt, Sex, Liebe und auch den harten Mann raus hängen lassen, wenn euch was an uns nicht gefällt liebe Damen, gibt es nur eine Zauberlösung, klar und deutlich reden!
In diesem Sinne, frohes Kopfzerbrechen
euer Elch

Oktober 15th, 2010 at 11:43
Ist ja quasi ein Evergreen was, die Mann-Frau Dualität. Ich würde aber raten, dass du Dich erstens mit den sozioökonomischen Bedingungen des 19. Jahrhunderts auseinandersetzt und zweitens dein Überich überarbeitest, in der Form das es kein “Wir-Männer” gibt
Die Unterschiede innerhalb der Gruppierung Männer ist größer als der Unterschied zwischen Durchschnittsmann und Durchschnittsfrau.